Am Dienstag, unserem zweiten Tag in Washington, D.C., ging es für uns um 8 Uhr auf zum Weißen Haus. Durch die Abreise des Präsidenten nach Großbritannien an diesem Tag war leider alles gesperrt, weshalb wir nicht direkt an das Gelände herankommen konnten.
Anschließend führte der Weg weiter zum Besucherzentrum des Weißen Hauses, wo wir einen Vortrag einer Schülergruppe hörten und vieles über die Geschichte gelernt haben.
Nach diesem Besuch schauten wir uns die Library of Congress an, die mit über 164 Millionen Medien die größte Bibliothek der Welt ist. Sie ist auf mehrere Gebäude und Stockwerke verteilt und auf jedem Flur mit Gemälden verziert.
Nach anschließender Freizeit gingen wir ins Kapitol und wurden durch das Gebäude geführt. Dort besichtigten wir den ehemaligen Verhandlungsraum des Supreme Courts und die Rotunde.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Unser erster Tag in Washington war voll von ersten Eindrücken und Erlebnissen. Morgens fuhren wir mit der U-Bahn ins Stadtzentrum, um von dort aus unseren Tag zu beginnen. Mit einem Hop-on-Hop-off-Bus ging es zu verschiedenen Stationen in der Stadt, bei denen wir aussteigen und die Orte genauer anschauen konnten.
Dort hielten einige Gruppen kurze Vorträge – unter anderem zur Unabhängigkeitserklärung, zur afroamerikanischen Geschichte und zur Bürgerrechtsbewegung. Es war sehr abwechslungsreich, da die Themen meistens zu den Stationen passten, was die Vorträge noch einmal anschaulicher machte.
Wir besuchten das Jefferson Memorial, das Lincoln Memorial und das Martin Luther King Jr. Memorial. Die Denkmäler sind wichtige historische Orte und zeigen deutlich, wie wichtig die Geschichte der USA für die US-Amerikaner ist.
Der Arlington National Cemetery war ebenfalls sehr interessant. Auch hier bekamen wir, ähnlich wie bei den Denkmälern, einen Eindruck von der Bedeutung des Ortes für die amerikanische Geschichte und die Erinnerungskultur in den USA.
Insgesamt war es ein abwechslungsreicher und informativer erster Tag in Washington, der uns einen guten Einstieg in die nächsten Tage gegeben hat.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Am 13. September hieß es für uns, Abschied von unseren Gastfamilien zu nehmen. Schon am Morgen wurde deutlich, wie schwer es uns fiel – nicht nur emotional, sondern auch ganz praktisch beim Packen unserer Koffer, die durch zahlreiche Einkäufe inzwischen gut gefüllt waren.
Gegen 8:30 Uhr machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Salt Lake City, mit einem kurzen Halt bei DutchBros, wo wir ein letztes Mal unseren Lieblingskaffee, den „Caramelizer“, genießen konnten. Auf der Fahrt hörten wir noch einige Lieder, die uns an die gemeinsame Zeit erinnerten.
In Salt Lake City angekommen, stand zunächst ein Besuch der City Creek Mall auf dem Programm, bevor wir am Hotel die endgültige Verabschiedung von unseren Gastfamilien erlebten. Dieser Moment war für viele von uns besonders schwer.
Am Nachmittag besichtigten wir den berühmten Temple Square, das Utah State Capitol sowie verschiedene Gebäude der Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, wie das Konferenzzentrum oder das Tabernakel. Anschließend kehrten wir noch einmal zur Mall zurück, wo wir die letzten Stunden mit Shoppen, Essen und anderem verbrachten.
Am Abend kehrten wir erschöpft, aber zufrieden ins Hotel zurück. Einige nutzten noch den Pool, während andere einfach die vielen Eindrücke des Tages wirken ließen. Damit ging ein ereignisreicher und emotionaler Tag zu Ende, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Am heutigen Tag stand der Besuch der Utah State University (USU), einer der größten Universitäten im Bundesstaat Utah, auf dem Plan. Nachdem wir den ersten Block Unterricht in der Schule beendet hatten, haben wir uns mit dem örtlichen Bus auf den Weg zum Eisladen gemacht, wo wir die berühmte „Aggie Ice Cream“ probiert haben.
Anschließend sind wir weiter zur Universität gegangen. An der Universität angekommen, wurden wir durch ein paar Studenten begrüßt, die uns anschließend in verschiedenen Gruppen über den Campus führten. Ein architektonisches Highlight war dabei das „Old Main“-Gebäude, das ein großes „A“ auf dem Dach trägt, welches man nachts durch die Stadt leuchten sehen kann.
Auch die Bibliothek ist sehr groß und modern. Obwohl an der Universität mittlerweile vieles digital läuft, gibt es auch hier noch zahlreiche Bücher. Die Studenten können sich hier zudem Räume mieten, um gemeinsam zu lernen oder um Meetings abzuhalten.
Seit 1916 führt die Uni eine sehr bekannte Tradition. Dabei muss man sich bei Vollmond um Mitternacht auf das kleine „A“ stellen und eine andere Person küssen. Danach darf man sich als „True Aggie“ bezeichnen. Der Begriff „Aggie“ ist eine Art Spitzname für die Studenten und Absolventen der Utah State University.
Nachdem eine Gruppe von uns einen Vortrag vor einigen Studenten über unsere Herkunft und Schule gehalten hatte, kamen wir beim gemeinsamen Pizzaessen mit ein paar Studierenden ins Gespräch. Dabei wurden viele spannende Fragen beantwortet. Anschließend besuchten wir den Campus Store der Universität, in dem man die verschiedensten Artikel der USU kaufen konnte.
Am Abend besuchten viele von uns dann noch ein Konzert des „Utah Symphony Orchestra“, das auf dem Gelände der Universität stattfand und uns einen Einblick in die klassische Musik ermöglichte.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.
Nach den letzten erlebnisreichen Tagen kam eine Regelung der Logan High School wie gerufen. Denn jeden Mittwoch dürfen alle etwas länger schlafen. Voller Energie ging es also um 9 Uhr zur Schule.
Kurz vor Schulschluss erreichte einige Schüler die Nachricht, dass etwas Schreckliches im nur zwei Stunden entfernten Orem geschehen war. Der rechtskonservative Influencer Charlie Kirk wurde vor Tausenden Zuschauern erschossen. Er war bekannt für seine Diskussionsrunden, die er an Universitäten auf der ganzen Welt führte. Nächste Woche wäre er sogar hier in Logan gewesen. Diese Information schockierte viele von uns, auch wenn es Amerikaner gab, die keine Empathie empfanden. Das ist unglaublich, denn egal welcher Meinung man ist, es gibt einem nie das Recht, andere Menschen mit anderer Meinung zu verurteilen oder ihnen gar etwas anzutun. Es zeigt jedoch eine Schattenseite der USA, die auch bei uns in Deutschland zum Vorschein kommt: die Spaltung der Gesellschaft. Deswegen kann man nur an alle appellieren – ob Deutsche, Amerikaner oder sonst wer: Wir sind alle nur Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, die uns geprägt haben. Pluralität macht uns und unsere Demokratie aus.
Doch unsere geplante Aktivität wurde davon nicht allzu sehr beeinflusst. Denn nach der Schule trafen wir uns dann um 16 Uhr auf dem Parkplatz an der Schule und nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir unser Ziel, die „Crystal Hot Springs“. Crystal Hot Springs in Honeyville, Utah, ist ein ganzjährig geöffnetes Resort, das neben Wasserrutschen und einem Campingplatz sowohl heiße als auch kalte natürliche Quellbecken bietet. Es bietet ein besonderes Erlebnis mit unterschiedlichen Wassertemperaturen, einer großen Auswahl an Becken – darunter Whirlpools und ein olympisches Becken – sowie Duschen, Umkleideräume und Wohnmobilstellplätze. Besucher können das mineralhaltige Wasser zum Baden und Schwimmen nutzen, sollten sich aber auf mögliche Menschenmassen einstellen, insbesondere an Wochenenden, und die Kosten für den Eintritt und die gewünschten Aktivitäten wie Wasserrutschen einplanen.
Wir hatten jedoch Glück, dass kaum Personen vor Ort waren, als wir ankamen. Nachdem die Rutschen und die verschiedenen Wärmestufen der Schwimmbecken ausgetestet wurden, war die Entspannung auf den Gesichtern der Schüler und Frau Wenz sichtlich erkennbar.
Einige von den Gastschülern ließen den Tag im „Angie’s – where the locals eat“ ausklingen.
Die Schüleraustauschbegegnung wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des German American Partnership Program (GAPP) des Auswärtigen Amts gefördert und durch den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz unterstützt.